FoundationOne CDx beim Kolorektalkarzinom

FoundationOne CDx beim Kolorektalkarzinom

FoundationOne CDx analysiert die gesamten kodierenden Regionen von 324 tumorassoziierten Genen und zusätzlich ausgewählte Introns von 34 Genen.1 Im Gegensatz zu konventionellen Methoden der Genanalyse werden gleichzeitig auch die Mikrosatelliteninstabilität (MSI) und die Tumormutationslast (TMB) bestimmt.2,3,4

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Klinische Relevanz des Tumorprofilings beim Kolorektalkarzinom

Die Zunahme der Anzahl der potenziell als therapeutische Angriffspunkte geeigneten Treibermutationen könnte zu einer gesteigerten Verfügbarkeit von zielgerichteten Therapien für Kolorektalkarzinompatienten führen.7–9

Neben einzelnen Mutationen könnten auch andere Biomarker wie die Mikrosatelliteninstabilität als Biomarker für die Therapiewahl bei Darmkrebs geeignet sein. Die Mikrosatelliteninstabilität ist das Ergebnis einer gestörten Reparatur von fehlerhaften Basenpaarungen in der DNA und ist abhängig vom Stadium bei etwa 5–20% der kolorektalen Karzinome nachweisbar. Studien deuten darauf hin, dass der MSI-Status als prädiktiver Marker für den klinischen Nutzen einer Immuntherapie geeignet ist.6–9

Mutationsfrequenzen beim kolorektalen Karzinom
Mutationsfrequenzen beim kolorektalen Karzinom
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Modifiziert nach The Cancer Genome Atlas Network 201210

 

Um die individuell am besten geeignete Therapie für Patienten mit Kolorektalkarzinomen zu ermitteln, bedarf es einer umfassenden Testung. Die zusätzliche Bestimmung der Mikrosatelliteninstabilität könnte dabei zukünftig von Vorteil sein.3,6,8

Ist FoundationOne CDx für alle Tumorarten geeignet?

FoundationOne CDx ist für alle soliden Tumoren geeignet, darunter auch seltene Krebsarten, Tumoren unbekannter Primärlokalisation, Rezidivtumoren und Metastasen.11,13 FoundationOne CDx kann auch für alle Arten des Kolorektalkarzinoms eingesetzt werden, einschließlich kolorektalem Adenokarzinom, Rezidivtumoren und Metastasen. 

FoundationOneCDx eignet sich besonders in Fällen, bei denen zahlreiche verschiedene Therapieoptionen bestehen. Auch bei Tumoren mit ungewöhnlichen oder seltenen Genveränderungen, die mit einer konventionellen Untersuchungsmethode nicht erfasst werden, ist die Analyse mit FoundationOne CDx sinnvoll.12

Verweise
  1. Li Y. et al.; Annals of Oncology (2018) 29 (suppl_8): viii14-viii57. 10.1093/annonc/mdy269
  2. Fabrizio DA et al. Annals of Oncology 2018; Volume 29, Issue suppl_8, mdy269.054
  3. Hall MJ et al. J Clin Oncol 2016; 34 (suppl): 528-528.
  4. Chalmers Z.R et al. Genome Med 2017; 9:34.
  5. Hirsch FR et al. Lancet 2016; 388:1012–1024.
  6. Castro MP et al. J. Immunother 2015; 3:58.
  7. Masucci GV et al. Int J Immunother Cancer Res 2016; 4:16.
  8. Leitlinienprogramm Onkologie, S3-Leitlinie Kolorektales Karzinom, Version 2.0, November 2017. Verfügbar unter: https://www.leitlinienprogramm-onkologie.de/fileadmin/user_upload/Downloads/Leitlinien/Kolorektales_Karzinom/Version_2.0/LL_KRK_Langversion_2.0.pdf (Letzter Zugriff: 20. September 2018).
  9. Sinicrope FA. Nat Rev Clin Oncol 2010; 7:174–177.
  10. The Cancer Genome Atlas Network, Nature 2012; 487:330–337.
  11. Schwaederle M et al. Mol Cancer Ther 2015; 14:1488–1494.
  12. Ross JS et al. Cancer 2016; 17:2654–2562.
  13. Ross JS et al. JAMA Oncol 2015; 1:40–49.