Kurzinformation

FoundationOne unterstützt behandelnde Ärzte dabei, geeignete und zielgerichtete Therapien oder klinische Studien für ihre Patienten zu identifizieren.
Neue Behandlungsoptionen

FoundationOne kann Ärzten dabei helfen, potentielle Therapieoptionen für ihre Patienten zu identifizieren

FoundationOne wurde bereits zur molekularen Analyse der vollständigen kodierenden Sequenz von 315 krebsassoziierten Genen bei über 150.000 Patienten eingesetzt.1 Dabei gelang es bei der Mehrzahl der Patienten (ca. 90%) mindestens eine potenziell therapierelevante Genveränderung des Tumors nachzuweisen.2-4

Zahlreiche Studien haben gezeigt, dass der Biomarker-gestützte Einsatz von Therapeutika nach Identifikation solcher Veränderungen im Vergleich zur ungezielten Therapie mit signifikant besseren klinischen Behandlungsergebnissen assoziiert ist.5–7

Aktuell setzt sich die Erkenntnis durch, dass ein umfassendes genetisches Profiling eine effektive Strategie zur Identifikation von häufigen und seltenen Mutationen in Tumorzellen darstellt. Die gewonnenen Befunde ermöglichen eine gezielte Biomarker-gestützte Auswahl der Therapie.8–10, 17

Verbesserte klinische Ergebnisse

Biomarker-gestützte Therapiestrategien sind mit besseren klinischen Verläufen assoziiert

Mehrere Meta-Analysen haben ergeben, dass eine Biomarker-gestützte Therapie im Vergleich zur ungezielten Behandlung mit signifikant höheren Ansprechraten, längerem progressionsfreiem Überleben und längerem Gesamtüberleben einhergeht.5–7 Die personalisierte Biomarker-gestützte Tumortherapie ist im Vergleich zu einer ungezielten Standardtherapie zudem ein unabhängiger Prädiktor für günstigere Therapieergebnisse und eine geringere toxizitätsbedingte Letalität.5

Zielgerichtete Therapien sind mit verbesserten klinischen Behandlungsergebnissen assoziiert 5–7
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Relevanz der detektierten Genveränderungen

FoundationOne detektiert klinisch relevante Genveränderungen

In einer Studie mit 31 Patienten, die ein Adenokarzinomen der Lunge aufwiesen, detektierte FoundationOne bei 39% der Patienten Genveränderungen, für die zielgerichtete Therapien verfügbar sind, obwohl zuvor mit nicht-NGS-basierten Methoden keine therapeutisch relevanten Mutationen gefunden worden waren.10

Diese Ergebnisse wurden in einer Studie mit 5.605 Patientinnen mit fortgeschrittenem oder metastasiertem Mammakarzinom bestätigt. Hier wurden mit FoundationOne bei 12,5% der Patientinnen (698/5.605) Veränderungen im ERBB2-Gen gefunden. Dabei handelte es sich bei 1,8% der Patientinnen (100/5.605) um Veränderungen der DNA-Sequenz, die mit Standardmethoden nicht nachweisbar sind.11

Für die Mehrzahl der mit FoundationOne detektierten Genveränderungen ist eine zugelassene oder in Entwicklung befindente zielgerichtete Therapie möglich

Eine retrospektive Analyse von 439 Patienten, bei denen ein Tumorprofiling mit FoundationOne durchgeführt wurde, ergab bei der Mehrzahl der Patienten mindestens eine potenziell als Angriffspunkt einer Therapie nutzbare Genveränderung (90%; 393/439). Bei den untersuchten Patienten wurden im Mittel 3 Mutationen (Range: 0–16) gefunden. Im Durchschnitt verwiesen 2 dieser Genveränderungen (Range: 0–8) auf eine zielgerichtete Therapie mit einem zugelassenen oder in Entwicklung befindlichen Medikament.

Bei 70% (307/439) der Patientinnen eignete sich die detektierte Mutation als Angriffspunkt für eine zugelassene Therapie, die entweder für die gegebene Tumorart (20%; 89/439) und/oder für eine andere Tumorart (67%; 296/439) zugelassen ist.4

FoundationOne kann bei Tumoren unbekannter Primärlokalisation Genveränderungen nachweisen, die potenziell therapeutisch relevant sind und damit die Behandlungsoptionen erweitern

Aktuell sind für Patienten mit Tumoren unbekannter Primärlokalisation (CUP) nur sehr wenige zugelassene Therapieoptionen verfügbar. Diese Tumoren sprechen im Allgemeinen nur unzureichend auf eine Chemotherapie an. Um potenziell klinisch relevante Mutationen zu detektieren, wurde bei 200 CUP-Patienten ein Tumorprofiling mit FoundationOne durchgeführt. Dabei fand sich für 85% der Patienten mindestens eine klinisch relevante Genveränderung, die für therapeutische Entscheidungen herangezogen werden könnte. Zudem wurden 26 Mutationen detektiert, die auf zugelassene Therapien für Tumoren mit bekannter Primärlokalisation verweisen.12
Klinische Evidenz

Ergebnisse klinischer Studien stützen das Tumorprofiling mit FoundationOne

Die Auswirkungen des Tumorprofilings werden in aktuell laufenden Studien untersucht. Im Vergleich zu nicht personalisierten und nicht zielgerichteten Behandlungsstrategien verbessert das Tumorprofiling mit FoundationOne die klinischen Verläufe durch Behandlungsmaßnahmen, die sich durch die Detektion relevanter Mutationen ergeben.14,15

Personalisierte Behandlungsstrategien auf Basis von FoundationOne zeigen dem Arzt und seinen Patienten mehr zielgerichtete Therapieoptionen und damit potenziell bessere Ergebnisse im Vergleich zu nicht individuell optimierten Behandlungsansätzen auf

In einer Studie zum Tumorprofiling mit FoundationOne wurde bei 93,5% der 339 Patienten mit verschiedenen Krebserkrankungen mindestens eine therapeutisch relevante Mutation (317/339) detektiert.

Für jeden Patienten wurde ein Matching-Score auf Basis der Anzahl der Mutationen und jeweils passender Therapien berechnet. Höhere Matching-Scores waren mit einer höheren Rate stabiler Erkrankungen (22% vs. 9%; p = 0,024), einer verlängerten Zeit bis zum Therapieversagen (HR = 0,52; p = 0,0003) und einer verlängerten Gesamtüberlebenszeit (HR = 0,65, p = 0,05) assoziiert. Die klinischen Implikationen dieser Ergebnisse sollten in weiteren Studien untersucht werden.15

Personalisierte Therapien, die mittels FoundationOne identifiziert wurden, können gegenüber Standardtherapien mit verbessertem progressionsfreiem Überleben assoziiert sein

Eine retrospektive Studie analysierte 347 Patienten mit fortgeschrittenen soliden Tumoren, bei denen ein Tumorprofiling mit FoundationOne durchgeführt wurde. Patienten, die daraufhin eine personalisierte Therapie erhielten, zeigten gegenüber der Vergleichsgruppe mit Standardtherapie eine signifikant höhere Ansprechrate und ein signifikant verlängertes progressionsfreies Überleben.16

Verweise
  1. Genomeweb. Foundation Medicine Q3 revenues up 45 percent. Available at: https://www.genomeweb.com/molecular-diagnostics/foundation-medicine-q3-revenues-45-percent [accessed November 2017].
  2. Blumenthal DT et al. J Neurooncol 2016; 1:211–219.
  3. Rodriguez-Rodriguez L et al. Gynecol Oncol 2016; 141:2–9.
  4. Schwaederle M et al. Mol Cancer Ther 2015; 14:1488–1494.
  5. Schwaederle M et al. J Clin Oncol 2015; 33:3817–3825.
  6. Schwaederle M et al. JAMA Oncol 2016; 2:1452–1459.
  7. Jardim DL et al. J Natl Cancer Inst 2015; 107:e253.
  8. National Comprehensive Cancer Network (NCCN) NSCLC guidelines, Version 9, 2017.
  9. Frampton, G.M. et al. Nat Biotechnol 2013; 31:1023–1031.
  10. Drilon A et al. Clin Cancer Res 2015; 16:3631–3639.
  11. Ross JS et al. Cancer 2016; 17:2654–2562.
  12. Ross JS et al. JAMA Oncol 2015; 1:40–49.
  13. Rozenblum AB et al. J Thorac Oncol 2017; 2:258–268 (and supplementary material).
  14. Hirshfield KM et al. Oncologist 2016; 21:1315–1325.
  15. Wheler JJ et al. Cancer Res 2016; 76:3690–3701.
  16. Schwaederle M et al. Mol Cancer Ther 2016; 15:743–752.
  17. Ali SM et al. Oncologist 2016; 21: 1-9.